2014

Jeder Garten- oder Rasenflächenbesitzer denkt im Bezug auf sein Areal nicht nur im Hier und Jetzt. Im Herbst werden Maßnahmen getroffen, um die entsprechenden Flächen winterfest zu machen. Aber auch an das kommende Frühjahr ist zu denken. Dies alles gilt für die Mitglieder des Vorstandes nicht nur für ihr Eigentum, sondern auch für den Anteil Kräutergarten und Wildblumenwiese, deren Pflege der Verein übernommen hat. Die Wiese entspricht aufgrund verschiedener Bedingungen noch nicht ganz unseren Vorstellungen, was am Zustand des Bodens liegt (noch zu Nährstoffreich). Damit im Frühjahr 2015 aber nicht nur das Gras und einige wenige bereits angesiedelte Wildblumen sprießen, hatten sich einige Vorstandsmitglieder entschlossen, Blumenzwiebeln zu setzen. Also wurden aus privaten Mitteln Tulpen-, Narzissen- und Hyazinthenzwiebeln gekauft. Auch bekamen wir von einer Remagener Geschäftsfrau einige Beutel Zwiebeln gespendet. Am 11.11.!! nachmittags traf sich dann der "Harte Kern" der Grünenthusiasten im Stadtpark zum Buddeln und Pflanzen. Nach gut zwei Stunden waren ca. 800 zukünftige Blumen in der Erde. Nebenher bekam auch der Weg zwischen Wiese und Kräutergarten einige Aufmerksamkeit. Beikräuter hatte Wurzeln geschlagen und wurden entfernt. Ebenso wurde die Gehfläche zwischen den Kräuterbeeten von Wildwuchs befreit. Der Winter und dann das Frühjahr können kommen.

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St. Martins Fest

141110 martinsumzug 1"St. Martin ritt durch Schnee und Wind ..." brauchen die Kinder schon seit einigen Jahren nicht mehr singen. 'Frisch' ist es zwar meistens zu der Jahreszeit und es bläst oft ein kaltes Lüftchen vom Westerwald herunter, aber wer kann sich denn noch an einen Fackelzug im Schnee erinnern? In diesem Jahr war es windstill, so konnte das Martinsfeuer mit einer herrlichen hohen Flamme in die Dunkelheit leuchten.

Der Martinstag war nicht immer ein Freudentag. Die Pacht- und Zinszahlungen der Bauern an den Grundherrn waren fällig, was besonders in Jahren schlechter Ernten drückte. Der Lehnsherr aber musste seine Pächter, Halfen genannt, an diesem Abend beköstigen und mit Trank versorgen, 'bis nichts mehr reinging'.141110 martinsumzug 2

Bis heute geblieben ist der Martinsschmaus mit der Martinsgans für die, die es sich leisten können oder mit dem Martinslos eine gewonnen haben. Für alle übrigen wird im Rheinklängeheim Döppekooche bereitgehalten.

Die Kinder haben in der Schule gemeinsam Laternen gebastelt. Sie ziehen mit ihren Lichtern, mit Musik und Gesang, begleitet von dem römischen Reiter zu Pferd, vom Marktplatz an der Pfarrkirche und am Martinsbrunnen vorbei durch die Stadt zum Martinsfeuer, wo die begehrten Martinswecken verteilt werden.

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Der Verschönerungsverein ist im Martinsausschuss der Stadt vertreten, wo Organisation und Finanzierung vorbereitet werden. Zum Fackelzug wird bei der Aufstellung ordnend geholfen, an der Kirche, am Martinsbrunnen und im Stadtpark werden bengalische Leuchtfeuer entzündet und am Martinsfeuer die Wecken verteilt.

"Die Weinbaugemeinschaft Remagen e. V. und die Stadtverwaltung wollen das Areal Im Ochsenberg von Freiherr von Fürstenberg pachten und künftig auch pflegen. Hintergrund ist, dass in jüngster Zeit die Freiwillige Feuerwehr und der städtische Bauhof mehrmals nach Unwettern umgestürzte Baume, die sogar auf die Bergstrasse gefallen waren, beseitigen mußten. Deshalb wollen wir die flach wurzelnden Bäume auf diesem Areal und entlang der ca. 150 Jahre alten und noch bestehenden Weinbergsmauer fällen. Die Weinbaugemeinschaft aber kann die erforderlichen Rodungsarbeiten nicht allein bewältigen. Daher bittet sie neben der Freiwilligen Feuerwehr auch den Verschönerungsverein Remagen um tatkräftige Unterstützung bei diesem Vorhaben."

Mit diesen Worten wandte sich der Vorsitzende der Weinbaugemeinschaft, Eduard Krahe, Anfang August 2014 an den Vorstand des Verschönerungsvereins. Erstaunt fragte man sich im Verschönerungsverein zunächst einmal, "wo ist denn in Remagen der Ochsenberg?" Des Rätsels Lösung aber kam schnell. Es handelt sich hier um einen ehemaligen Weinberg unterhalb der Apollinariskirche zwischen Bergstrasse, Kreuzweg und Fürstenbergstrasse. Dieser Weinberg wurde bis Anfang der 70-iger Jahre von den Franziskanern auf dem Apollinarisberg bewirtschaftet. Nach der Stillegung wurden dann Weihnachtsbäume angepflanzt. Aber auch um die Pflege der Baumplantage kümmerte sich später niemand mehr. Der Ochsenberg verbuschte in den Jahren immer mehr mit den eingangs erwähnten Folgen.

Nachdem die Weinbaugemeinschaft im Jahre 2012 unterhalb der Apollinariskirche mit Erfolg wieder einen Weinberg hat entstehen lassen, wurde sie nun von der Idee beflügelt, den Ochsenberg in eine Grünanlage oder ähnliches umzuwandeln. Nach der Rodung der flach wurzelnden Bäume wird von diesem Gelände aus die wohl schönste Aussicht auf Remagen und das Rheintal entstehen. Aber auch vom Pacelli-Platz im Klostergarten wird die Aussicht auf unsere schöne Heimat wesentlich erweitert. Auch die alte Weinbergsmauer soll wieder hergerichtet werden.

Bei diesem Hintergrundwissen zögerte der Vorstand des Verschönerungsvereins nicht lange und sagte der Weinbaugemeinschaft tatkräftige Unterstützung bei den Rodungsarbeiten zu. Am Samstag, 08. November 2014, war es dann so weit. Insgesamt 28 freiwillige Helfer der Weinbaugemeinschaft, der Freiwilligen Feuerwehr Remagen, des Verschönerungsvereins und zwei weiterer Remagener Bürger, die mit Seilwinde, Bagger und Großhäcksler angerückt waren, machten sich an die Arbeit. Bei bester Laune und Hand-in-Hand-Arbeit konnte etwa die Hälfte des 2.500 qm großen Areals bis zum Nachmittag gerodet werden. In der Mittagspause versorgte die Freiwillige Feuerwehr die Helfer mit einer schmackhaften Gulaschsuppe und erfrischenden Getränken. Nach getaner Arbeit waren alle Teilnehmer nach ihrem großartigen Einsatz so einigermaßen erschöpft aber froh, in gemeinsamer Arbeit so viel geleistet zu haben. Nach den Karnevalstagen wollen alle wieder gemeinsam versuchen, in einer weiteren Forst-Aktion auch den Rest noch zu erledigen. Danach wird es dann an die Feinarbeiten gehen. Man darf also gespannt sein, was hier in wenigen Jahren einmal entstanden sein wird.

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Seit Jahrzehnten führt der Verschönerungsverein Remagen die Blumenschmuckprämierung in Remagen durch. Eine Jury, bestehend aus Mitgliedern des Vorstandes, geht alljährlich durch die Straßen und Gassen der Kernstadt und bewertet die schönsten Vorgärten und Balkone. In diesem Jahr wollte der Verein einmal einen neuen Weg gehen. Es wurde ein Aufruf über die Presse herausgegeben, in dem die Bewohner der Kernstadt aufgefordert wurden, dem Verein den schönen Blumenschmuck zu melden. Man konnte seinen Vorschlag auch in der Tourist-Info abgeben. Die Resonanz war allerdings gering. Es gingen insgesamt sehr wenige Vorschläge bei uns ein.

Der Verein prämiert jährlich 25 schöne Gärten oder Balkone. Somit machte sich der stellv. Vorsitzende Holger Smaritschnik zusammen mit weiteren Vorstandsmitgliedern auf die Suche nach prämierungswürdiger Flora. Auf diese Weise wurden, zusammen mit den eingegangenen Meldungen, die Gewinner 2014 ermittelt. Diese Preisträger wurden für die Prämierung in den Rathauskeller eingeladen. Erfreulicherweise sagten in diesem Jahr 18 Preisträger ihr Kommen zu. Vier Familien sagten ab, da sie anderweitige Verpflichtungen hatten.

141106 blumenschmuck 1Am 06.11.2014 war es dann soweit. Die Damen der Vorstandsmitglieder (aber auch einige Herren) bereiteten für den Abend alles vor. Die Tische wurden herbstlich dekoriert, die Brötchen frisch zubereitet, Getränke kühl gestellt, die Weinpräsente in Tüten verpackt und vieles mehr. Kurz vor 18:00 Uhr war alles fertig. Nach und nach kamen die Gäste.

Der Vorsitzende Wolfgang Dahl begrüßte, zusammen mit dem stellv. Vorsitzenden Holger Smaritschnik, die Gewinner sowie den Bürgermeister Herbert Georgi. Nach einer kurzen Ansprache durch den Vorsitzenden erfolgte die Prämierung durch den stellv. Vorsitzenden Holger Smaritschnik. Er unternahm einen visuellen Rundgang durch Remagen, beginnend von der Bergstraße bis hin zur von Leibniz Straße. Da er alle Gärten und Balkone selbst begutachtet hatte, konnte er zu jedem Gewinner eine kleine Geschichte erzählen. Dabei kam das eine oder andere kleine Anekdötchen heraus. Bürgermeister Georgi und Wolfgang Dahl überreichten den Preisträgern einen Gutschein von „Remagen mag ich“ sowie einen guten Tropfen Rotwein von der Ahr.

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Zusätzlich zu den 25 Preisträgern wurden in diesem Jahr auch zwei Sonderpreise vergeben. Dem Verein war aufgefallen, dass in diesem Jahr vor den Rathausfenstern sehr schöner Blumenschmuck war. Die Vorzimmerdamen des Bürgermeisters wurden stellvertretend für alle, die dafür zuständig waren, mit je zwei Flaschen Wein geehrt. Im Anschluss richtete Bürgermeister Georgi das Wort an die Blumenfreunde. Er bedankte sich bei den Gewinnern ganz herzlich, weil auch durch ihre Arbeit das Stadtbild verschönert wird. Er fand auch ein paar lobende Worte für die Arbeit des Verschönerungsvereins und seiner guten Zusammenarbeit mit dem Bauhof.

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Nach Abschluss der Preisverteilung reichten die Damen des Vorstandes die belegten Brötchen und Getränke. Im Lauf des Abends wurde noch das eine oder andere gute Gespräch geführt. Wieder einmal war es eine gelungene Veranstaltung.

141031 birnbaeume auf kirres 1Auf "Kirres", oberhalb von Remagen, wurden in den vergangenen Jahren entlang des Hauptweges 44 Birnbäume im Auftrag des Ausschusses Naherholungsgebiet Remagen gepflanzt. In diesem Sommer sind sieben Birnbäume vertrocknet. Vermutlich wurden die Wurzeln von Wühlmäusen abgefressen.  

Die Sprecherin des Naherholungsausschusses, Frau Agnes Menacher, bat den Verschönerungsverein um Mithilfe beim Pflanzen der Ersatzbäume. Einige Mitglieder erklärten sich bereit, bei der Pflanzaktion mitzuwirken.

Am letzten Oktobertag war es dann soweit. Der Bauhof der Stadt Remagen hatte bereits einen Tag zuvor die Pflanzlöcher mit einem Bagger ausgehoben. Vor dem Setzen der neuen Bäume wurden die Wurzeln mit Drahtkörben vor dem Angriff der Wühlmäuse geschützt. Zudem wurde gegen Wildverbiss je ein Drahtgeflecht um den Stamm der Bäume befestigt. Die Bäume wurden mittels Hanfseil an je zwei Holzpfählen fixiert. Viele fleißige Hände schaufelten die Pflanzlöcher wieder zu.

Nach gut 3 Stunden waren alle Bäume in der Erde, nun wachst mal schön.

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