Aktivitäten 2017

Der Verschönerungsverein wäre nicht er selbst, fände er nicht immer wieder etwas, um das Stadtbild Remagens zu verschönern. So auch dieser Tage wieder. Grüne Wiesen mögen ja gut als Weide für das liebe Vieh sein; aber das einförmige Grün ist nun einmal kein Hingucker. So kam der Gedanke, wenigstens für das Frühjahr ein paar bunte Tupfer anzulegen.

171102 2Der Anfang wurde mit dem Grün am Meilenstein Ecke B9 - Bergstraße gemacht. Da diese Fläche, wie auch die am Kreuz an der Stadtmauer Nähe Deichweg in der warmen Jahreszeit regelmäßig gemäht werden, mussten es Pflänzchen sein, die zur ersten Mahd des Jahres bereits verblüht und größtenteils ihr Grünes eingezogen haben. Was bietet sich also an? Natürlich Krokusse, die auch den Vorteil haben, im Lauf der Jahre ihren Bestand aus eigener Kraft zu vergrößern und Rasenflächen in mehr Bunt zu tauchen. Also hieß es heute: Den Spaten in die Hand und flache Löcher in den Rasen stechen um die Zwiebeln in den Winterschlaf unter das Gras zu schicken.

Nach einer knappen halben Stunde war dieser Part abgeschlossen und wir konnten uns der nächsten Fläche um das bereits erwähnte Kreuz zuwenden. Auch hier ging das Pflanzen gut aus der Hand. Zusätzlich hatten wir beschlossen, am Kreuz zwei Säulenwacholder zu setzen um den Gesamteindruck des Ensembles zu verbessern. Angestrebt ist auch, in naher Zukunft ein Schild mit Erläuterungen zum Kreuz aufzustellen.

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Über das Stadtgebiet Remagen verteilt stehen diverse "graue Kästen" verschiedener Konzerne, die diese nutzen um Stromunterverteilungen, Telefon- und Internetleitungen an Punkte zum Anschluss an die Kunden vorzunehmen oder Postsendungen auszulagern. Diese Kästen sind ein wahrer Antihingucker in der Stadt. Der Verschönerungsverein Remagen e.V. hatte die Idee, diese mit etwas Farbe aufzuhübschen. Die IGS Remagen war auf Anfrage sofort bereit, die Aufgabe der Verschönerung zu übernehmen. In der Vorbereitung wurden dann gemeinsam drei Kästen ausgesucht, für die dann ein Schüler der 9. Klasse die Entwürfe gefertigt hat.

171025 1Die Wahlpflichtgruppe "Kunst und visuelle Kommunikation" der IGS Remagen, unter der Leitung der Kunstlehrerin Frau Ackermann, hat am Mittwoch den 24.10.2017 mit 21 Schülerinnen und einem Schüler drei Stromverteilerkästen mit kunstvoller bildhafter Bemalung versehen. Diese Kästen stehen an der Kreuzung Alter Fuhrweg / Frankenstraße und gehören der Westnetz GmbH. Als einziges Unternehmen hat die Westnetz auf Anfrage die Erlaubnis erteilt. Die Entwürfe bezogen das Umfeld der Kästen in sehr interessanter Weise mit ein. Diese Entwürfe wurden dann der Westnetz zur Genehmigung vorgelegt, die sie schnellstens genehmigt hat. Den Einkauf und die Kosten für die Materialien wie Farben, Pinsel usw. übernahm der Verschönerungsverein.

Die Schüler gingen bei schönstem Herbstwetter hochmotiviert an die Arbeit. Nach viereinhalb Stunden strahlten die "grauen Kästen" (und auch die Finger einiger Schüler) dann in den schönsten Farben der sehenswerten Arbeiten. Nach dem Abschlussfoto und Aufräumen der "Baustelle" machten sich die Schüler mit ihrer Lehrerin auf in den verdienten Schultagesschluss. Die Idee ist, eine solche Verschönerungsaktion im nächsten Jahr zu wiederholen. Die Westnetz hat bereits ihre Bereitschaft signalisiert.

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Während unserer Jubiläumsfeier im April kam eine Beisitzerin des Verschönerungsvereins mit dem Vorsitzenden des Rathausvereins Oberwinter ins Gespräch. Daraus entwickelte sich die Idee, den Remagener Ortsteil näher kennen zu lernen.

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Fast jedes  Verschönerungsvereinsmitglied kennt diesen Ortsteil von Spaziergängen, diversen Festen undVeranstaltungen. Aber wie sich der Ort in der Historie mit seinen vielfältigen Gebäuden und Gassen entwickelt hat, welche Menschen und Schicksale sich darin wiederfinden, das wusste der ein oder andere von uns nur nebulös. Wir konnten in Herrn Atzler einen hervorragenden Kenner der Oberwinterer Geschichte gewinnen, einigen Vereinsmitgliedern in einer anderthalbstündigen Führung einen kleinen, aber dafür hochinteressanten Einblick in die Entwicklung des Ortes zu geben. Zum Ausklang ließen wir dann bei Kaffee und Kuchen die gewonnenen Eindrücke noch etwas sacken. Wenn wir zukünftig durch Oberwinter flanieren können wir sagen: Schau mal, das ist doch dies oder jenes.

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170928 Herr Atzler170928 Wasserpumpe170928 Altar ev. Kirche

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An der Einfahrt zum Wanderparkplatz auf dem Reisberg steht auf der rechten Seite ein Marienbildstock. In den früheren Zeiten wurden immer Grablichter oben neben das Marienbildnis gestellt. Da diese Lichter bei Wind sehr leicht umfielen, kippten sie häufig um und das heiße Wachs lief an der Säule herunter. Aus diesem Grunde hatten vor über 20 Jahren Mitglieder des Verschönerungsvereins Remagen einen Metallring mit drei Laternen um den Bildstock befestigt. In diese Laternen konnten die Kerzen gefahrlos gestellt werden.

Diesen Lampen hatte der Zahn der Zeit zugesetzt. Sie waren zum Teil stark verrostet und die Halterungen für die Glasscheiben abgebrochen. Eine der Lampen war total zerstört worden. Der Verschönerungsverein Remagen hatte beschlossen, die Lampen zu ersetzen. Wir hoffen nun, dass die neuen Lampen mindestens ebenso lange halten wie die alten.

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Im Jahr 2016 existierte auf dem Reisberg der Waldlehrpfad, den der Verschönerungsverein mit Unterstützung des Technischen Hilfswerkes 1991 angelegt hatte, 25 Jahre. Dies war ein Grund, auf einer Lichtung zwei der in Deutschland mittlerweile raren Speierlinge zu pflanzen. Diese Fläche müssen sie sich mit dem dort schon länger ansässigen Adlerfarn und den lästig rankenden Brombeeren teilen. Um diese Nahrungskonkurrenten zumindest in der Eingewöhnungsphase ein wenig einzudämmen, traten zwei Vereinsmitglieder mit einem Freischneider in Aktion. Schon nach wenigen Minuten war eine Schneise zu den Speierlingen frei. Dies hat auch den Vorteil, dass interessierte Waldbesucher sich die Raritäten aus der Nähe ansehen können um festzustellen, dass die zwei (noch Bäumchen) ja der Eberesche zum Verwechseln ähnlich sehen.

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Die nächste Baustelle waren die drei Holzstapel am Waldlehrpfad, anhand derer die Verwendung von eingeschlagenem Holz erläutert wird. Da die überall lauernden Brombeeren es sich nicht nehmen ließen über die Stapel zu wachsen und diese gut zu tarnen, musste auch hier wieder für die Sichtbarkeit und längere Haltbarkeit der Hölzer gesorgt werden. Unter dem dichten Bewuchs hält sich das Niederschlagswasser länger, was zur schnelleren Zersetzung des Holzes, auch durch Pilzbefall, führt.

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